Wohngeld für Landwirte

In wirtschaftlich schlechten Jahren oder bei Überschuldung des Hofes, können auch Landwirtsfamilien ein staatliches Wohngeld bekommen. Denn der Wohngeldanspruch hängt nicht von der Größe des Hofes oder des Wohnhauses ab. Das Einkommen der ganzen Familie ist Maßstab für die Berechnung des Wohngeldes.

Bei Eigentümer wird das Wohngeld als Lastenzuschuss gewährt, andernfalls muss ein Mietzuschuss beantragt werden. Dies ist bei Betriebspächtern meistens der Fall. Die Entscheidung fällt die Genehmigungsbehörde: Es ist die Gemeinde, vwo auch der Antrag zu erhalten ist. Beim Lastenzuschuss werden folgende Ausgaben als Belastung berücksichtigt.

  • Zins und Tilgung für Darlehen vom Wohnhausbau oder Renovierung Instandhaltungs- und Betriebskosten, berechnet nach der Wohnungsgröße
  • Grundsteuer- Kaminkehrer-Versicherungen
  • Bausparbeiträge, wenn der Vertrag zweckgebunden zur Ablösung eines Wohnbaudarlehen verwende wurde.

Es können nur grundsätzlich Kosten berücksichtigt werden, die tatsächlich dem Wohnbereich bzw. dem Wohnhaus zugeordnet werden kann.

Des weiteren werden verschiedene Zu- und Abschläge sowie Freibeträge für Kinder bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt. Das Wohngeld muss jedes Jahr neu beantragt werden.

Wohngeld ist kein Almosen des Staates, es muss sich keiner schämen bei einer Beantragung, sondern alle Berechtigten haben einen Rechtsanspruch darauf. Lassen Sie sich nicht leichtfertig von der Antragsbehörte abfertigen, wenn Sie einen Wohngeldantrag stellen, sondern geben Sie auf jeden Fall den Antrag ab und prüfen Sie den ausgestellten Bescheid.

Beratung und Unterstützung finden Sie bei Ihrer Berufsvertretung.

Fritz Kroder, Bamberg, Landwirtschaftlicher Familienberater