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Abnabelung von der Herkunftsfamilie

Ein Landwirt berichtet:

Als eine große Herausforderung für einen Landwirt erlebe ich es, die Abnabelung von den eigenen Eltern auf dem Hof zu schaffen. Wir Landwirte haben meistens nicht die Chance wie andere, längere Zeit von zu Hause fort zu sein und uns auf die eigenen Füße zu stellen. Wir leben und arbeiten fast durchgehend eng mit unseren Eltern zusammen, und für die bleiben wir in erster Linie der Sohn und nicht der Arbeitskollege oder Geschäftspartner. Mühsam ist es, mich von meinen Eltern zu emanzipieren, zu lernen mich als Mann, später als Ehemann und Vater zu definieren. Hilfreich ist für mich dabei:

  • Von meinem Vater etwas zugetraut zu bekommen und von ihm ermutigt zu werden, mich auch schwierigeren Aufgaben zu stellen.
  • Konflikte mit meinen Eltern, vor allem mit meiner Mutter nicht zu scheuen, aber dabei respektvoll mit ihnen umgehen.
  • Auch wenn ich nicht wie andere Geschwister wegziehen kann, mir am Hof einen eigenen Wohnbereich zu schaffen, auch wenn ich noch alleine bin.
  • Dass ich meine Bereiche klar abgrenze, wie Geld, Arbeit und Privates und diesen auch mit allen Folgen selber gestallte.
  • Dass ich von meiner Frau immer wieder zu dieser Eigenständigkeit meinen Eltern gegenüber herausgefordert werde; dass sie aber dabei meine Eltern und Geschwister trotz aller ihrer Macken achtet und das Gute an ihnen schätzt.
  • Kontakte und Freundschaften außerhalb der Familie zu pflegen.

Markus Hirt, Augsburg, Landwirtschaftliche Familienberatung