Gütergemeinschaft

Die Gütergemeinschaft muss notariell vereinbart werden. Ab diesem Tag werden alle Vermögensteile der Ehepartner dem sogenannten Gesamtgut zugerechnet. Lediglich Vorbehalts- und Sondergüter zählen nicht dazu. Sondergüter sind zum Beispiel Renten oder höchstpersönliche Rechte wie Schmerzensgeld oder ein Wohnrecht. Vorbehaltsgüter sind Dinge, die im Ehevertrag ausdrücklich als Eigentum eines Ehegatten vorbehalten werden oder die ein Ehegatte von Todes wegen oder unentgeltlich erwirbt, sofern der Erblasser oder Schenker dies bestimmt.

Auch für eventuell vorhandene Schulden haftet grundsätzlich das Gesamtgut. Bei einer Scheidung hat jeder Ehegatte Anspruch auf die Rückübertragung seines Vermögens. Hier ist jedoch, wie beim gesetzlichen Güterstand, ein Wertausgleich zu bezahlen. Es handelt sich allerdings nicht um die Auszahlung des halben Gesamtgutes. Es muss nur die Wertsteigerung, die das Vermögen während der Ehe erfahren hat, ausgeglichen werden.

Fritz Kroder, Bamberg, Landwirtschaftlicher Familienberater