Gesetzlicher Güterstand

Hierbei bleibt grundsätzlich jeder Ehepartner Eigentümer seines Vermögens und des später von ihm selbst Hinzuerworbenen. Ein Ehegatte kann jedoch nicht über sein ganzes Vermögen ohne Weiteres verfügen. Will er über mehr als ca. 80 % seines Vermögens verfügen, muss der andere Ehegatte zustimmen.

Bei einer Scheidung wird der sogenannte Zugewinn während der Ehe ermittelt. Hier wird vom Vermögen, das am Ende der Ehe vorhanden ist, das Vermögen zu Beginn der Ehe abgezogen. Die Differenz ist dann der Zugewinn, der ausgeglichen werden muss.

Alles, was jedoch während der Ehe ererbt oder im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge erhalten wurde, wird dem Anfangsvermögen zugerechnet.

Ein landwirtschaftlicher Betrieb wird hierbei mit dem sogenannten Ertragswert bewertet.

Fritz Kroder, Bamberg, Landwirtschaftlicher Familienberater